Spotify baut sein Werbeangebot deutlich aus und orientiert sich dabei stärker an dem, was Nutzer:innen längst tun: nicht nur hören, sondern auch schauen. Mit neuen Formaten wie Carousel Ads und Sponsored Playlists bringt das Unternehmen Marken direkt dorthin, wo Aufmerksamkeit bereits vorhanden ist: in den Listening Moment. Neu sind sogenannte Carousel Ads, also durchwischbare Anzeigen mit bis zu sechs Produkten, die direkt im „Now Playing“-Screen erscheinen. Damit wird Werbung auf Spotify interaktiver und visuell greifbarer.
Parallel testet Spotify gebrandete Playlist-Übernahmen. Marken können dabei komplette Playlists exklusiv bespielen, inklusive prominenter Platzierung und reduzierter Werbeunterbrechungen für Nutzer:innen. Ein Modell, das sowohl Sichtbarkeit als auch Nutzererlebnis verbessern soll.
Der Kontext dahinter ist entscheidend: laut der aktuellen Spotify-Studie „The Sound-On Era“ stoppen 94 % der Nutzer:innen bewusst andere Aktivitäten, um Audio zu hören. Gleichzeitig wird Werbung dort deutlich stärker vertraut als auf Social Media. Audio ist damit eines der wenigen Umfelder, in denen Aufmerksamkeit nicht erst erkämpft werden muss, sondern aktiv entsteht. Denn wer hört, entscheidet sich häufig bewusst für eine Folge, ein Hörbuch oder einen Song. Genau hier liegt der Unterschied zum Scrollen durch Social Media Feeds und genau das macht Spotify für Werbung attraktiv.
Auch im Hintergrund wird aufgerüstet: mit A/B-Testing, automatisiertem Bidding und verstärktem Einsatz von KI will Spotify für Werbetreibende attraktiver werden. Die klare Strategie dahinter: weg vom reinen Reichweiten-Kanal, hin zu einer Plattform, die den gesamten Marketing-Funnel abdeckt, von Awareness bis Conversion.
Brian Berner, Global Head of Advertising bei Spotify, erklärt: „Spotify has evolved into an immersive, multiformat platform where culture and brands can intertwine, helping them move from simply being heard to becoming a part of the fan experience.“
Seit Kurzem können Spotify-User außerdem erstmals ihr Taste Profile einsehen und aktiv bearbeiten. Damit wird der Empfehlungsalgorithmus transparenter und lässt sich stärker nach dem eigenen Geschmack gestalten.
Werbetreibende in Großbritannien, Australien und Kanada können außerdem bereits Spotifys neueste Werbeform, die Call-to-Action-Karten (CTA-Karten), ab sofort offiziell nutzen. Diese CTA’s erscheinen in der App, sobald eine Werbung startet, und werden später erneut angezeigt, während der Nutzer die Spotify-App erkundet. So können Nutzer Marken, Produkte oder Dienstleistungen, die sie während des Musik- oder Podcast-Streamings gehört haben, ganz einfach ohne schwer zu merkenden Promo-Code oder komplizierte URLs entdecken. Wann dieses Update in Deutschland eingeführt wird, steht jedoch noch aus.
Spotify will nicht mehr nur gehört werden, sondern auch als ernstzunehmender Player im digitalen Werbemarkt mitmischen und sich entlang der gesamten Customer Journey entwickeln. Wer heute noch denkt, Audio sei nur „Nebenbei“, unterschätzt einen der wenigen Kanäle, denen Menschen wirklich zuhören.
Den ganzen Bericht zur „Sound On Ära“ findest du hier zum kostenlosen Download: Die Sound-On-Ära | Spotify Ads






