Nicht alle Podcast-Hörer:innen ticken gleich – und genau das wird gerade immer relevanter. Eine aktuelle Analyse von Sounds Profitable zeigt, dass sich zwei klare Nutzungstypen herausbilden: Menschen, die Podcasts hauptsächlich hören („Audio Primes“), und solche, die sie überwiegend schauen („Video Primes“).

Spannend wird es beim Thema KI: Fast die Hälfte der Audio-first-Nutzer:innen sagt, dass sie abspringen würden, wenn ein Podcast plötzlich mit KI-generierten Stimmen arbeitet. Für sie ist die Stimme das zentrale Element und damit auch ein Stück Vertrauen.

Ganz anders die Video Primes: Hier zeigt sich deutlich mehr Offenheit. Ein überraschend großer Teil kann sich sogar vorstellen, KI-Content bewusst weiter zu konsumieren. Warum? Weil sie längst an synthetische Inhalte gewöhnt sind: von TikTok bis YouTube gehören virtuelle Figuren und AI-generierte Stimmen für viele schon zum Alltag.

Umfragediagramm zum Vergleich der Bereitschaft, mit KI-Stimmen in Audio und Video fortzufahren; Podcast-Welt-Nutzer zeigen mehr Widerstand gegen die Annahme von KI-Stimmen.

Was bedeutet das für Podcasting?
Die Trennlinie verläuft nicht zwischen jung und alt oder digital und analog, sondern zwischen Erwartungshaltungen. Wer Audio hört, sucht Nähe und Authentizität. Wer Video konsumiert, ist experimentierfreudiger und offener für neue Formate.

Für Creator, Plattformen und Werbetreibende ist das eine wichtige Erkenntnis: Die Zukunft des Podcastings wird nicht einheitlich sein, sondern stark davon abhängen, wie und warum Menschen Inhalte konsumieren.