Podcasts funktionieren nicht nach dem Gießkannenprinzip. Je nach Genre lösen sie völlig unterschiedliche mentale Reaktionen aus – und genau das ist entscheidend für Reichweite, Bindung und Werbewirkung. Wer Podcasts strategisch nutzt, sollte deshalb nicht nur über Inhalte sprechen, sondern auch über neuronale Effekte.
Business, Finanzen & Tech: Aktivierung und Detailgedächtnis
- Sachliche Podcasts mit klarer Story, etwa aus Wirtschaft oder Technologie, fördern die aktive Auseinandersetzung.
- Hörer:innen erinnern sich besser an Details, ordnen Informationen ein und sind eher bereit, weiterzudenken oder zu handeln.
- Ideal für Thought Leadership, Markenvertrauen und erklärungsbedürftige Produkte.
Selbsthilfe & Beziehungen: Maximale emotionale Nähe
- Podcasts aus dem Selfcare- und Beziehungsbereich erzeugen eine außergewöhnlich hohe emotionale Intensität.
- Hörer:innen fühlen sich verstanden, begleitet und persönlich angesprochen – eine perfekte Basis für Vertrauen, Loyalität und langfristige Bindung.
Comedy & leichte Unterhaltung: Gedächtnis-Boost durch Leichtigkeit
- Unterhaltende Formate aktivieren allgemeine Gedächtniszentren, verknüpfen neue Inhalte mit bestehenden Erinnerungen und machen das Gehirn „aufnahmebereit“.
- Genau deshalb funktionieren Comedy-Formate so gut für Reichweite, Wiedererkennung und Marken-Sympathie.
Sport: Ausgeglichenes, niedrigschwelliges Hörerlebnis
- Sport-Podcasts bieten ein leicht konsumierbares Format, das keine hohe kognitive Anstrengung verlangt.
- Sie eignen sich hervorragend als Begleitmedium: regelmäßig, stabil und mit breiter Zielgruppe.
True Crime: Weniger Emotion, maximale Erinnerung
- Spannend: True-Crime-Formate erzeugen zwar keine extremen emotionalen Ausschläge, wirken sich aber stark auf das Erinnerungsvermögen
- Inhalte bleiben hängen: ideal für Storytelling, Serienformate und nachhaltige Aufmerksamkeit.
Was heißt das für Podcaster und Marken?
Die wichtigste Erkenntnis: Podcast-Erfolg ist kein Zufall, sondern Biologie plus Strategie.
Wer weiß, welche Wirkung ein Genre entfaltet, kann:
- Formate gezielter entwickeln
- Werbung passender platzieren
- Inhalte besser auf Ziele wie Erinnerung, Nähe oder Aktivierung ausrichten
Nicht jeder Podcast muss alles können. Aber jeder gute Podcast weiß, was er im Kopf der Hörer auslösen will.
Spotify schreibt in seiner Sonic Science Studie ausführlich darüber: https://shorturl.at/yixJg





