Wir sind live vor Ort bei der „Podcast Show London 2026“ und diese gilt längst als eines der wichtigsten internationalen Events der gesamten Audio- und Podcast-Branche. Spätestens 2026 wird klar: Podcasting ist endgültig im Mainstream angekommen. Was 2022 als neues Branchenevent startete, hat sich innerhalb weniger Jahre zur größten internationalen Podcast-Konferenz Europas entwickelt. Allein in diesem Jahr gibt es neun verschiedene Stages, mehr als 450 Speaker:innen und über 170 Sessions rund um Audio, Video, KI, Creator Economy, Vermarktung und Plattformstrategien. Besonders auffällig vor Ort: Die Branche wirkt deutlich internationaler, professioneller und datengetriebener als noch vor wenigen Jahren. Führende Branchenriesen wie YouTube, Spotify und Amazon Music halten vom 20.-21. Mai auf verschiedenen Stages zentrale Keynotes: Dabei geht es vor allem um neue Algorithmen, verbesserte Video-Podcasting-Features und Monetarisierungsmöglichkeiten für Podcaster:innen.
Zwischen Creator:innen, Plattformen, Produktionsfirmen, Tech-Unternehmen und Medienhäusern geht es inzwischen längst nicht mehr nur um die Frage „Wie startet man einen Podcast?“, sondern vielmehr darum, wie Podcasts zu echten Medienmarken werden. Verschiedene Große Namen der Industrie und bekannte Medien-Persönlichkeiten wie Jamie Laing, Gary Lineker sowie Sophia & Cinzia (vom Podcast The Girls Bathroom) sind für Panels zu Gast. Sie sprechen darüber, wie man eine loyale Community aufbaut und Independent-Formate zu Millionen-Imperien skaliert.
Ein weiteres Highlight war die Session „Research Secrets: Spilled“ auf der neuen International Stage powered by Podimo. Moderiert von Podnews-Gründer James Cridland diskutierten dort führende Research-Expert:innen von Signal Hill Insights, MIDiA Research und Podimo über aktuelle Entwicklungen im Hörverhalten 2026.
Einige spannende Learnings Live vom International Stage:
- Podcasts werden immer stärker plattformübergreifend konsumiert. Audio allein bleibt wichtig, aber Video und Social Discovery beeinflussen massiv, wie neue Inhalte gefunden werden.
- Die Branche bewegt sich weg von reinen Download-Zahlen hin zu tieferen Engagement-Metriken: Hörzeit, Community-Bindung und Wiederkehrraten werden wichtiger als reine Reichweite.
- Internationale Formate und lokal angepasste Inhalte gewinnen gleichzeitig an Bedeutung. Erfolgreiche Podcasts denken heute global und trotzdem zielgruppenspezifisch.
- Besonders jüngere Zielgruppen entdecken Podcasts zunehmend über Clips, Empfehlungen und Creator-Plattformen und nicht mehr primär über klassische Podcast-Apps.
- KI wird die Produktion und Distribution verändern, aber Authentizität bleibt der entscheidende Faktor. So sagte beispielsweise Laura Fisher, Audio and Entertainment Analyst von MIDiA Research, dass Nutzer:innen vor allem echte Perspektiven, Persönlichkeit und Vertrauen suchen.
Genau das macht die Podcast Show London aktuell so spannend: Hier wird nicht nur über die Zukunft des Podcastings gesprochen, man spürt sie bereits überall auf dem Gelände des Business Design Centre.





