Netflix äußert besorgt: „YouTube ist Fernsehen“. Das ist ein Satz mit Sprengkraft. Netflix-Co-CEO Ted Sarandos hat in der aktuellen Quartalskonferenz offen ausgesprochen, was viele längst spüren: YouTube ist kein Social-Kanal mehr. YouTube ist TV!
Und genau deshalb investiert Netflix 2026 rund 20 Milliarden Dollar in neue Inhalte – vor allem in Live-Sport, Video-Podcasts und Creator-Formate. Alles Bereiche, in denen Netflix direkt gegen YouTube antritt.
Sarandos macht klar: „Wir konkurrieren mit YouTube in jeder Dimension – um Talente, Werbegelder, Abos und Aufmerksamkeit.“
Netflix’ Eingeständnis zeigt: Der Kampf um Aufmerksamkeit ist kein Plattform-Duell mehr, sondern ein System-Wettbewerb. Video-Podcasts und Creator-Formate rücken ins Zentrum des Premium-Contents:
Genau hier droht Netflix nämlich den Anschluss zu verlieren. YouTube ist längst die größte Podcast-Plattform der Welt – vor allem im Wohnzimmer, auf dem Smart-TV, mit Video als Entdeckungsmaschine. Netflix reagiert darauf nicht zufällig mit Investitionen in Video-Podcasts, creator-getriebene Formate und talkbasierte Serien, die sich strukturell kaum noch von Podcasts unterscheiden.
Der Unterschied: Netflix will diese Inhalte exklusiv binden, monetarisieren und stärker kontrollieren – über Abos, Werbung und IP-Verwertung. Hosts werden zu Gesichtern, Formate zu Marken, Gespräche zu Serien. Wer heute Podcast denkt, sollte das ernst nehmen: Netflix will nicht nur Serien von YouTube abziehen – sondern auch das Podcast-Publikum, das längst gewohnt ist, lange Gespräche auf dem Bildschirm zu konsumieren.
Netflix will also eigentlich verhindern, dass Podcasts dauerhaft im YouTube-Ökosystem groß werden – ohne Netflix. Und genau deshalb wird Podcast-ähnlicher Content dort 2026 kein Experiment mehr sein, sondern Teil der Kernstrategie.
Tubefilter schreibt ausführlich über dieses Thema: https://is.gd/3GVxds





