YouTube ist überall. Video-Podcasts wachsen. Viele Werbepläne behandeln Views inzwischen wie Downloads.
Genau hier setzt eine neue Studie von Oxford Road und Podscribe an und liefert einen Reality-Check, den die Branche nicht ignorieren sollte. Die Kernaussage ist klar und unbequem:

Podcast-Werbung funktioniert im Audio deutlich besser als im Video.

Die wichtigsten Findings – kurz & klar

Die Studie wertete über 1.000 Kampagnen von mehr als 100 Marken aus und verglich YouTube-Views mit klassischen Audio-Downloads. Das Ergebnis:

  • YouTube-Views konvertieren 18–25 % schlechter als Audio-Downloads
  • 78 % der Marken sehen sinkende Werbewirkung, je höher der YouTube-Anteil wird
  • Wer 1 Mio. Dollar in YouTube-Podcast-Ads steckt, verliert rechnerisch bis zu 250.000 Dollar Conversion-Potenzial
  • Das Muster zeigt sich sowohl bei Promo-Codes als auch bei Post-Purchase-Surveys

Kurz: Reichweite ≠ Wirkung.

Die Studie liefert auch plausible Gründe:

  • Podcast-Hören ist Lean-In, YouTube oft Nebenbei-Konsum
  • Audio-Hörer sind loyaler, wiederkehrender, host-näher
  • Promo-Codes sind im Audio erlerntes Verhalten, auf YouTube nicht
  • YouTube-Views sind internationaler → Ads oft weniger relevant
  • Views zählen anders als Downloads → Vergleichbarkeit hinkt

Audio ist Beziehung. Video ist Entdeckung.

To Do’s für Podcaster:

  • Audio nicht unter Wert verkaufen, nur weil Video wächst
  • Video ja – aber nicht als Ersatz, sondern als Verstärker
  • Sponsoren erklären, dass Audio messbar besser performt

To Do’s für Vermarkter:

  • YouTube-Views und Audio-Downloads nicht 1:1 bepreisen
  • Plattformen getrennt messen, getrennt bewerten
  • Audio-Inventar strategisch schützen, nicht verwässern

Video ist wichtig und YouTube ist mächtig. Aber Audio bleibt das Conversion-Herz des Podcastings. Wer 2026 alles in Video investiert, bekommt vielleicht mehr Views – aber sehr wahrscheinlich weniger Wirkung. Und genau das macht diese Studie, die hier zum kostenlosen Download (https://is.gd/gbaHfm ) bereit steht, so relevant.