Spotify hat seine Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vorgestellt und hat das Jahr mit deutlichem Wachstum sowie einer klaren strategischen Vision abgeschlossen. Das Unternehmen positioniert sich zunehmend nicht mehr nur als Musikstreaming-Dienst, sondern als umfassende Technologieplattform für Audio und Creator-Ökonomie.

Rekordreichweite und starkes Wachstum

Die wichtigsten Kennzahlen zeigen eine beeindruckende Dynamik:

  • 751 Millionen monatlich aktive Nutzer:innen (MAUs) – ein Plus von 11 % im Jahresvergleich
  • 290 Millionen Premium-Abonnent:innen – Wachstum von 10 %
  • 4,5 Milliarden Euro Umsatz – +13 %
  • 701 Millionen Euro operativer Gewinn
  • Höchster Netto-Zuwachs an Nutzer:innen in der Unternehmensgeschichte

Spotify erreicht damit inzwischen mehr als drei Viertel einer Milliarde Menschen weltweit, ein zentraler Faktor für seine wachsende Bedeutung im Podcast- und Creator-Ökosystem.

Q4 2025 Spotify-Ergebnisse: 290 Mio. Premium-Abonnenten, 751 Mio. Nutzer, 4,5 Mrd. € Umsatz, 33,1 % Marge, 701 Mio. € Einnahmen durch KI-Features auf der globalen Audio-Plattform.

Vom Musikdienst zur Audio-Plattform

Unternehmensgründer Daniel Ek beschreibt Spotify als „Technologieplattform für Audio – und zunehmend für alle Wege, über die Creator ihr Publikum erreichen“.

Neue technologische Entwicklungen wie KI, neue Interfaces oder Wearables sollen künftig verändern, wie Inhalte entdeckt und konsumiert werden. Spotify will diese Entwicklungen aktiv mitgestalten: in Musik, Podcasts, Hörbüchern, Video und Live-Formaten.

Mehr Kontrolle für Nutzer:innen durch KI

Ein Beispiel für diese Strategie ist die Funktion „Prompted Playlist“. Premium-User können Playlists künftig mit eigenen Worten beschreiben und so gezielt Inhalte generieren lassen. Damit verschiebt sich die Kontrolle teilweise vom Algorithmus hin zu den Hörer:innen selbst – ein Trend, der personalisierte Mediennutzung weiter verstärken dürfte.

Ausbau des Hörbuch-Ökosystems

Auch im Bereich Audiobooks investiert Spotify massiv:

  • Erweiterung des Premium-Audiobook-Angebots auf weitere Länder
  • Personalisierte Zusammenfassungen („Audiobook Recaps“) als Wiedereinstiegshilfe
  • „Page Match“, das gedruckte Bücher, E-Books und Hörbücher verbindet

Diese Funktionen zeigen, dass Spotify Audio zunehmend als ganzheitliches Medienformat versteht – unabhängig davon, ob Inhalte gelesen, gehört oder gesehen werden.

Creator-Monetarisierung und Video-Strategie

Parallel baut Spotify seine Unterstützung für Creator weiter aus:

  • Erweiterung des Partnerprogramms für zusätzliche Einnahmequellen
  • Beta-Start von Musikvideos für Premium-Nutzer
  • Integration von Ticketverkäufen für Live-Events
  • Mehr als 11 Milliarden Dollar Ausschüttungen an die Musikindustrie im Jahr 2025

Auch Kooperationen wie die verlängerte Partnerschaft mit dem Fußballclub FC Barcelona zeigen, wie stark Spotify auf kulturelle Reichweite und Markenintegration setzt.

Was das für Podcasts bedeutet

Für Podcaster:innen und Publisher lassen sich mehrere zentrale Trends ableiten:

  1. Plattformen werden wichtiger als einzelne Kanäle
    Distribution, Monetarisierung und Discovery bündeln sich zunehmend innerhalb weniger großer Plattformen.
  2. Persönlichkeit und Community zählen mehr als je zuvor
    Spotify investiert stark in Creator-Tools, die direkte Beziehungen zwischen Hosts und Publikum fördern.
  3. Audio wird multimedial
    Mit Video, Live-Formaten und interaktiven Funktionen verschwimmen die Grenzen zwischen klassischen Medienformaten.
  4. KI verändert Personalisierung und Produktion
    Von Playlist-Generierung, bis Content-Discovery wird künstliche Intelligenz zum Standardbestandteil der Plattform.

Fazit

Spotify ist mit Rückenwind ins Jahr 2026 gestartet und verfolgt eine ambitionierte Strategie: weg vom reinen Streamingdienst, hin zu einer zentralen Infrastruktur für Audio- und Creator-Content.

Für die Podcast-Branche bedeutet das Chancen und Herausforderungen zugleich. Wer sichtbar bleiben will, muss Plattformlogiken verstehen, Inhalte stärker personalisieren und echte Bindung zu seinem Publikum aufbauen.

Denn die Zukunft von Audio entscheidet sich nicht nur im Studio, sondern vor allem dort, wo Menschen Inhalte entdecken, erleben und teilen.

Noch mehr Insights und ein Update vom 10. Februar 2026 findet ihr hier: https://shorturl.at/TVWx6