Viele hören jede Folge. Manche kaufen Tickets für die Live-Show. Aber wer würde jeden Monat für seinen Lieblingspodcast bezahlen? Spotify macht es jetzt leichter, das herauszufinden.
Seit dem 20. Oktober führt die Plattform schrittweise „Memberships“ ein. Podcasts können damit eigene Bezahlangebote zusammenstellen: zusätzliche Episoden, exklusive Audio- und Videoinhalte, werbefreies Hören oder neue Folgen vor der offiziellen Veröffentlichung. Mehrere Preisstufen sowie monatliche und jährliche Mitgliedschaften sind möglich. Der Abschluss und der Zugriff auf die Inhalte laufen direkt über Spotify.
Nach Unternehmensangaben gehen 90 Prozent der Einnahmen vor Steuern an die Creator. Die übrigen zehn Prozent decken unter anderem Zahlungsabwicklung und Auszahlungsgebühren. Zum Start müssen die Shows bei Spotify for Creators oder Megaphone gehostet sein. Die Einstiegshürden: drei veröffentlichte Folgen sowie mindestens 100 Hörer oder Zuschauer und 100 Stunden Wiedergabezeit auf Spotify innerhalb der vergangenen 30 Tage.
Für die deutsche Podcastszene ist das eine konkrete zusätzliche Einnahmemöglichkeit. Der schwierige Teil beginnt allerdings nach der Freischaltung: Was ist den Fans ihr Geld wert? Eine weitere Folge braucht Zeit, ein exklusives Video kostet Arbeit. Und ein monatliches Versprechen will jeden Monat eingelöst werden.
Spannend wird deshalb, welche Angebote dauerhaft zahlende Mitglieder gewinnen. Die treuesten Fans sind schließlich oft schon bestens versorgt. Wer sie zum Bezahlen bewegen will, braucht einen guten Grund.
Auf einen Blick
- Schrittweiser Start in 34 Märkten, einschließlich DACH
- Eigene Preise und mehrere Mitgliedschaftsstufen
- Laut Spotify 90 Prozent der Einnahmen vor Steuern für Creator
- Zum Start an Hosting bei Spotify for Creators oder Megaphone gebunden





