Die Zeiten, in denen ein Podcast einfach aufgenommen, veröffentlicht und über Podcast-Apps gefunden wurde, sind vorbei. Neue Erkenntnisse aus dem Podcast Atlas zeigen: Podcasts sind heute weit mehr als ein Audioformat. Erfolgreiche Shows bestehen aus einem ganzen Content-Ökosystem mit YouTube-Videos, Instagram-Reels, TikToks, Newslettern, Social Posts und natürlich dem eigentlichen Podcast.

Podcasts werden heute außerhalb von Podcast-Apps entdeckt

Die meisten neuen Hörer:innen finden ihren Lieblingspodcast gar nicht mehr in Spotify oder Apple Podcasts. Vor allem jüngere Zielgruppen entdecken Podcasts über TikTok, Instagram oder YouTube. Der erste Kontakt ist häufig kein Podcast, sondern ein kurzer Clip im Hochformat. Erst wenn dieser überzeugt, hören sich Nutzer:innen die komplette Episode an.

Für junge Zielgruppen gilt: Vertical first

Gerade Menschen unter 35 Jahren konsumieren Podcasts völlig anders als frühere Generationen. Klassische Podcast-Trailer oder Cross-Promotions spielen laut der Studie kaum noch eine Rolle. Stattdessen funktionieren kurze, authentische Social-Clips, die sich nahtlos in den Feed der jeweiligen Plattform einfügen.

Wichtig dabei: Ein Trailer im Hochformat ist noch lange kein guter TikTok-Clip. Wer junge Zielgruppen erreichen möchte, muss Inhalte produzieren, die sich natürlich anfühlen und nicht wie Werbung.

Podcast-Marketing ist kein Launch, sondern ein Dauerprojekt

Ein weiteres spannendes Learning: Podcast-Discovery findet nicht nur rund um den Start einer neuen Show statt. Viele Hörer:innen suchen jeden Monat aktiv nach neuen Podcasts. Wer eine Serie beendet hat, macht sich oft sofort auf die Suche nach dem nächsten Format.

Deshalb sollte Podcast-Marketing nicht als einmalige Kampagne verstanden werden, sondern als kontinuierlicher Prozess mit regelmäßigen Inhalten auf verschiedenen Plattformen.

Unser Fazit

Die erfolgreichsten Podcasts wachsen heute nicht mehr nur über Audio.

Sie bauen eine Präsenz auf, die weit über den eigentlichen Podcast hinausgeht. YouTube, TikTok, Instagram, Newsletter und Social Media sind keine Zusatzkanäle mehr, sie sind längst Teil des Podcasts selbst. Wer seinen Podcast wachsen lassen möchte, sollte nicht mehr nur in Episoden denken, sondern in einem gesamten Content-Ökosystem. Denn entdeckt wird heute selten der Podcast, sondern fast immer zuerst ein einzelner Clip.