Aufnahme im Kasten, Schnitt fertig. Jetzt noch Beschreibung, Kapitelmarken, Veröffentlichung, Plattformcheck und die Auswertung der letzten Folge. Rund um einen Podcast fällt genug Arbeit an, über die später niemand spricht.

Genau dort setzt Podigee mit seiner Anbindung an KI-Assistenten an. Der Berliner Hoster meldet am 26. Oktober die Aufnahme in die Verzeichnisse von ChatGPT und Claude. Wer seinen Podigee-Account verbindet, soll zahlreiche Aufgaben direkt im Gespräch mit dem Assistenten erledigen können.

Dazu gehören laut Anbieter das Durchsuchen von Transkripten, der Vergleich von Episodenzahlen sowie das Bearbeiten von Titeln, Beschreibungen und Kapitelmarken. Auch Entwürfe lassen sich anlegen und Veröffentlichungen planen. Für Redaktionen mit mehreren Shows könnte besonders die gemeinsame Auswertung interessant sein: Welche Folgen hatten die stärkste erste Woche? Wo tauchte ein bestimmtes Thema schon einmal auf?

Die technische Grundlage ist nicht neu. Podigee hatte seine erste entsprechende Schnittstelle bereits im April 2025 veröffentlicht. Inzwischen umfasst die Verbindung nach Unternehmensangaben knapp 50 Werkzeuge. Die Aufnahme in die Verzeichnisse erleichtert nun den Zugang.

Änderungen mit Folgen sollen zunächst als Vorschau erscheinen und erst nach Bestätigung ausgeführt werden. Außerdem lassen sich die Zugriffsrechte begrenzen, etwa auf reine Auswertungen.

Für Podcastteams ist das einen Praxistest wert. Entscheidend wäre, wie zuverlässig der Assistent die richtige Folge findet, Zahlen sauber vergleicht und Änderungen vorbereitet. Wer anschließend jeden Schritt aufwendig kontrollieren muss, hat wenig gewonnen. Funktioniert es, könnte ein ordentlicher Teil der Arbeit nach dem Schnitt kürzer ausfallen.

Quelle: Podigee gibt es jetzt in Claude und ChatGPT