In Deutschland kennen BetterHelp nur wenige. In den USA dürfte vielen Podcast-Hörern schon die Stimme eines Hosts einfallen, der dafür geworben hat.
BetterHelp vermittelt psychologische Beratung und Therapie online, per Video, Telefon oder Chat. Neue Kunden sucht das Unternehmen seit Jahren dort, wo Menschen viel Zeit mit ihren Hosts verbringen: in Podcasts.
Und zwar mit einem gewaltigen Budget. Seit 2023 soll BetterHelp laut den von Bloomberg zitierten Schätzungen rund 242 Millionen Dollar für Podcast-Werbung ausgegeben haben. Damit wäre das Unternehmen der größte Podcast-Werbekunde überhaupt.
Bemerkenswert ist, wo das Geld landet. BetterHelp bucht nicht nur die großen Namen. Auch kleinere und unabhängige Podcasts gehören zur Strategie. Eine enge Beziehung zwischen Host und Publikum kann offenbar mehr wert sein als eine möglichst große Reichweite. Und es scheint wirklich zu funktionieren.
Jetzt wandert das Geld auch verstärkt in Video-Podcasts. BetterHelp folgt damit seinem Publikum von Audio zu YouTube.
Wie groß die Summe tatsächlich ist, zeigt ein Blick nach Deutschland: Der gesamte deutsche Podcast-Werbemarkt setzte 2024 rund 68 Millionen Euro um. Für 2025 wurden knapp 80 Millionen Euro erwartet.
Ein einzelner US-Werbekunde gibt damit in wenigen Jahren ein Mehrfaches dessen aus, was der komplette deutsche Podcast-Werbemarkt in einem Jahr umsetzt.





