Mit dem Aufstieg von KI-gestützten Suchmaschinen wie ChatGPT, Google AI Overviews oder Perplexity gewinnt eine neue Frage an Bedeutung: Wie sichtbar ist eine Marke eigentlich in KI-generierten Antworten? Um hierfür mehr Orientierung zu schaffen, hat der Branchenverband IAB erstmals Empfehlungen zur Messung der sogenannten AI Visibility veröffentlicht.

Im Mittelpunkt stehen dabei die sogenannten „4 Ps“:

  • Presence (Präsenz) misst, wie häufig eine Marke oder ein Medium überhaupt in KI-Antworten erscheint.
  • Prominence (Sichtbarkeit) bewertet, wie prominent diese Erwähnungen platziert werden.
  • Portrayal (Darstellung) untersucht, ob Inhalte korrekt und positiv wiedergegeben werden: ein wichtiger Punkt, da KI-Modelle zwar seltener halluzinieren, aber dennoch veraltete oder fehlerhafte Informationen ausgeben können.
  • Das vierte P, Persuasion (Überzeugungskraft), misst schließlich, ob KI-Empfehlungen tatsächlich zu Klicks und Website-Besuchen führen.

Der IAB betont, dass es sich dabei bewusst nicht um einen offiziellen Branchenstandard, sondern um eine erste Orientierung handelt. Da sich KI-Suchen und deren Funktionsweise derzeit rasant verändern, sollen die Empfehlungen Unternehmen helfen, ihre Sichtbarkeit künftig gezielter zu analysieren. Besonders für Publisher und Marken wird es immer wichtiger, nicht nur ob, sondern auch wie sie von KI-Systemen dargestellt werden, denn genau diese Antworten beeinflussen zunehmend die Kaufentscheidungen und Informationssuche der Nutzer:innen.