Im September wird das Terminal 5 in New York für fünf Tage zum Treffpunkt der internationalen Podcast-Branche. Gleich drei unterschiedliche Veranstaltungen sollen dort zusammenkommen, mit jeweils eigener Zielgruppe, aber einem gemeinsamen Ziel: Menschen aus dem Podcast-Ökosystem persönlich miteinander zu vernetzen.

Den Auftakt macht am 14. und 15. September der Business Summit. Hier treffen Buy- und Sell-Side der Podcast-Branche aufeinander, also Marken, Agenturen, Publisher und weitere Entscheider:innen. Auf der Bühne stehen unter anderem Ira Glass, Don Lemon und Rich Roll sowie Vertreter:innen von YouTube, Amazon und weiteren Medienunternehmen.

Dabei soll es nicht nur um klassische Podcast-Themen gehen. Neue Studien, Workshops und kurze Sessions sollen sich unter anderem mit aktuellen Entwicklungen rund um Medien, Werbung, Messung und KI beschäftigen. Auffällig ist außerdem der Anspruch, keine Bühnenzeit zu verkaufen. Die Inhalte sollen nicht zum Werbeplatz werden, sondern unabhängig kuratiert bleiben. Auch beim Networking wird offenbar größer gedacht: Statt kleiner Konferenzflure soll das großzügige Terminal-5-Areal bewusst Raum für persönliche Gespräche und neue Kontakte schaffen.

Am 16. September folgt die IAB Podcast Upfront After Party, die gleichzeitig den Übergang zu Podcast Movement bildet. Die Veranstaltung soll die Buy-Side, die zuvor beim Upfront zusammenkommt, mit der übrigen Podcast-Branche zusammenbringen. Für Unterhaltung sorgt unter anderem eine Live-Aufzeichnung von Hanging with Dr. Z.

Anschließend wird es mit Podcast Movement am 17. und 18. September stärker creator-orientiert. Mehr als 80 Sessions auf fünf Bühnen sowie mehrere Keynotes sollen sich an Podcaster:innen und andere Menschen richten, die an der Produktion und Weiterentwicklung von Podcasts arbeiten.

Besonders interessant ist dabei der Ansatz bei der Programmgestaltung: Ein Teil der Sessions wurde von der Community ausgewählt, ein weiterer von einem unabhängigen Komitee. Bezahlte Sessions soll es nicht geben, ebenso wenig eine klassische Expo-Halle. Und auch für Menschen, die auf Konferenzen eher schwer Anschluss finden, wurde offenbar mitgedacht. Am Donnerstag soll es am späten Nachmittag einen eigenen Networking-Block geben, bei dem Teilnehmer:innen selbst Treffen und Gesprächsrunden initiieren können. Damit setzt Podcast Movement weniger auf die klassische Konferenzlogik und stärker auf das, was in einer Branche mit vielen digitalen Arbeitsbeziehungen oft fehlt: echte Begegnungen, spontane Gespräche und neue Kontakte.