Du willst deinen Podcast bewerben und mehr Hörer*innen erreichen? 45% der Deutschen hören bereits gelegentlich Podcasts – das sind 23,2 Millionen potenzielle Hörer*innen. Trotzdem stagnieren viele Podcasts bei wenigen hundert Downloads pro Episode, während andere mit vergleichbarem Content mehrere tausend Hörer*innen erreichen.

Infografik: 12-monatiger B2B-Podcast-Plan mit Maßnahmen zu SEO, Content, Partnerschaften und Skalierung.
Der Jahresplan für messbare B2B-Podcast-Reichweite: In 4 Phasen von SEO-Optimierung (Monat 1-2) über Content-Syndication (Monat 3-4) und Partnerschaften (Monat 5-6) bis zur Skalierung (Monat 9-12). Ergebnis nach 12 Monaten: Stabile Hörer*innen-Basis mit 150-2.000 Downloads pro Episode und wiederholbaren Promotion-Systemen.

Der Unterschied liegt nicht in der Qualität des Contents, sondern in der Promotion-Strategie. Dieser Artikel zeigt dir die fünf zentralen Strategien, mit denen du deinen Podcast erfolgreich bewerben kannst. Diese Strategien basieren auf bewährten Methoden aus dem B2B-Podcasting und eignen sich besonders für Unternehmen, die mit ihrem Corporate Podcast Thought Leadership aufbauen, Kund*innen binden oder Mitarbeitende erreichen möchten.

Strategie 1: Suchmaschinenoptimierung für Podcasts

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist die Grundlage deiner Podcast-Promotion. Menschen suchen aktiv nach Podcast-Inhalten – entweder direkt nach Podcasts zu bestimmten Themen oder nach Informationen, bei denen Podcasts als Ergebnis erscheinen können. Eine durchdachte Podcast-SEO-Strategie erhöht deine Sichtbarkeit in Suchmaschinen nachhaltig.

Ein häufiger Fehler: Viele Podcaster laden ihre Episoden nur auf Spotify und Apple Podcasts hoch, ohne eine eigene Website mit für Suchmaschinen auffindbarem Text. Google kann Audio nicht indexieren – ohne Transkripte und Website-Seiten bleibst du für Suchmaschinen unsichtbar.

Zwei Suchintentionen verstehen

1. Podcast-spezifische Suchen
Nutzer*innen suchen gezielt nach “Podcast Marketing”, “B2B Podcast Deutschland” oder “Corporate Podcast Beispiele”. Dein Podcast sollte in diesen Suchergebnissen erscheinen.

2. Themenbasierte Suchen
Menschen recherchieren zu Fachthemen und stoßen dabei auf deinen Podcast. Beispiel: Jemand sucht nach “Mitarbeiterbindung Strategien” und findet deinen HR-Podcast.

SEO-Optimierung auf drei Ebenen

Audio-Ebene: Optimiere deine Podcast-Titel und Beschreibungen für Plattformen wie Spotify (53% Marktanteil in Deutschland), Apple Podcasts und YouTube (40% nutzen YouTube für Podcasts). Verwende relevante Keywords in Episodentiteln und Show Notes.

Video-Ebene: YouTube funktioniert als zweitgrößte Suchmaschine. Lade Podcast-Episoden als Video-Podcast hoch und erstelle Kurzvideos für YouTube Shorts. Eine durchdachte YouTube-Podcast-Strategie optimiert Video-Titel, Beschreibungen und Tags für maximale Sichtbarkeit.

YouTube-Promotion-Tipp: Optimiere deine Video-Titel für Suchbegriffe, nicht nur für Clickbait. “Podcast Marketing Strategien 2025” performt besser in der Suche als “Du wirst nicht glauben was funktioniert”. YouTube ist eine Suchmaschine – behandle Titel wie Google-Suchergebnisse. Nutze die ersten 3-5 Wörter für dein Hauptkeyword, denn das ist was in Suchergebnissen und Thumbnails sichtbar bleibt.

Website-Ebene: Erstelle für jede Episode eine eigene Seite auf deiner Website. Integriere Transkripte, da Google Text indexiert. Füge strukturierte Daten (Schema Markup) hinzu, damit Google deine Inhalte als Podcast erkennt. Podcast-Transkripte für SEO verbessern nicht nur die Sichtbarkeit, sondern machen deine Inhalte auch barrierefreier.

Tools für Podcast-SEO

  • Google Search Console: Analysiere, über welche Suchbegriffe Nutzer*innen deine Podcast-Website finden
  • AnswerThePublic: Finde häufig gestellte Fragen zu deinen Themen
  • Google Trends: Identifiziere saisonale Trends und regionale Suchvolumina im DACH-Raum

Die Deutsche Telekom betreibt zahlreiche Podcast-Formate und nutzt SEO systematisch, um verschiedene Zielgruppen zu erreichen – von technischen Updates bis zu Führungsgesprächen.

Strategie 2: Content-Verwertung über mehrere Kanäle

Eine einzige Podcast-Episode liefert Material für dutzende Content-Formate. Diese Strategie nennt sich Content-Syndication: Du zerlegst deine Inhalte in verschiedene Formate und verbreitest sie über mehrere Kanäle. Mit den richtigen Strategien zur Podcast-Content-Wiederverwertung maximierst du den ROI jeder Episode.

Aus einer Episode entstehen:

Vollformate:

  • Audio-Episode auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music
  • Video-Episode auf YouTube
  • Blogartikel mit eingebettetem Audio-Player
  • Vollständiges Transkript für Website-Besucher*innen

Kurzformate:

  • Videoclips (60-90 Sekunden) für Instagram Reels, TikTok, LinkedIn
  • Audiogramme mit Wellenform-Animation für Twitter/X
  • Zitat-Grafiken mit Kernaussagen für LinkedIn und Instagram
  • Karussell-Posts mit 5-10 Slides für LinkedIn

Textbasierte Formate:

  • LinkedIn-Posts mit Kernerkenntnissen
  • Newsletter-Zusammenfassungen
  • Thread-Reihen auf Twitter/X
  • FAQ-Beiträge basierend auf Episode-Inhalten

Systematische Content-Planung

Erstelle für jede Episode einen Content-Plan: Welche Clips produzierst du? Welche Zitate verwendest du? Welche Plattformen bespielst du wann? SAP erreicht mit seinem Podcast-Ökosystem hohe Reichweiten – nicht nur durch die Episoden selbst, sondern durch systematische Content-Verwertung über LinkedIn, Unternehmensblogs und interne Kanäle.

Praxis-Tipp: Markiere dir während der Aufnahme bereits die besten 3-5 Momente für Clips (mit Timestamp). Das spart später Zeit beim Schneiden und du vergisst keine Gold-Nuggets. Viele Podcaster schneiden erst die Episode fertig und suchen dann nach Clip-Material – dabei gehen die spontanen Highlights verloren.

Ein Content-Sheet hilft dir, den Überblick zu behalten:

  • Episode-Titel und Datum
  • 3-5 Kernaussagen
  • Beste Zitate für Social Media
  • Timestamps für Clip-Erstellung
  • Keywords für SEO
  • Geplante Veröffentlichungstermine pro Kanal

Strategie 3: Partnerschaften und Community-Aufbau

Podcast-Promotion funktioniert am effektivsten durch Zusammenarbeit. Du kannst deine Reichweite exponentiell steigern, wenn du mit anderen Podcaster*innen, Expert*innen und Communities kooperierst.

Gastauftritte in anderen Podcasts

Identifiziere Podcasts mit ähnlicher Zielgruppe. Biete an, als Gast deine Expertise zu teilen. Erwähne deinen eigenen Podcast am Ende des Gesprächs mit einem klaren Call-to-Action. Ein einziger Gastauftritt in einem etablierten Podcast kann hunderte neue Hörer*innen bringen.

Wichtig: Wähle Podcasts strategisch aus. Ein Gastauftritt in einem großen Podcast mit 10.000 Hörer*innen bringt dir nichts, wenn die Zielgruppe nicht passt. Besser: Ein kleinerer Podcast mit 500 Hörer*innen, die exakt deine Zielgruppe sind. Die Conversion-Rate ist bei passender Zielgruppe 10x höher.

Community-basierte Promotion

Wenn du deinen Podcast über Social Media bewerben möchtest, sind Communities die effektivste Methode für organisches Wachstum:

LinkedIn-Gruppen: Beteilige dich aktiv in Fachgruppen deiner Branche. Teile relevante Episode-Inhalte, wenn sie einen Mehrwert für Diskussionen bieten – nicht als reine Werbung. LinkedIn für Podcaster ist besonders für B2B-Formate die effektivste Social-Media-Plattform.

Reddit-Communities: Suche nach Subreddits zu deinen Themen. Vorsicht: Reddit reagiert sehr sensibel auf Eigenwerbung. Teile relevante Einblicke aus deinen Episoden im Kontext von Diskussionen, nicht als isolierte Werbung.

Reddit-Realität: Viele Podcaster werden auf Reddit sofort gebannt, weil sie mit einem neuen Account direkt ihren Podcast promoten. Das funktioniert nicht. Du brauchst Karma (Reputation). Beteilige dich 4-6 Wochen authentisch in Diskussionen, bevor du deinen Podcast erwähnst. Auch dann: Nicht im Post, sondern als Antwort auf Nachfrage. Reddit-User merken sofort, wenn du nur zum Promoten da bist.

Branchenspezifische Plattformen: Je nach Zielgruppe existieren spezialisierte Foren und Netzwerke. Für B2B-Podcasts sind XING-Gruppen, Branchenverbände und Fach-Communities relevanter als Instagram.

Eigene Community aufbauen

Erstelle einen eigenen Raum für deine Hörer*innen:

  • LinkedIn-Unternehmensseite mit regelmäßigen Updates
  • E-Mail-Newsletter mit exklusiven Inhalten
  • Slack- oder Discord-Community für aktive Diskussionen
  • Mitgliederprogramm auf Patreon oder Steady

Unterschätzter Kanal: Der E-Mail-Newsletter. Während Social-Media-Algorithmen entscheiden, wer deine Posts sieht (typisch 2-10% organische Reichweite auf LinkedIn, 5-6% auf Facebook), erreichen Newsletter 95-98% der Abonnent*innen durch erfolgreiche Zustellung. Von diesen öffnen 40-49% die E-Mail – das ist deutlich mehr als die 2-10%, die deine Social Posts organisch sehen. Ein Newsletter mit 500 engagierten Abonnent*innen bedeutet 200-250 Leser*innen pro Ausgabe. Ein LinkedIn-Post an 5.000 Follower erreicht organisch nur 100-500 Personen. Biete in jeder Episode einen Download-Link zu einem PDF, einer Checkliste oder einem Template an – im Tausch gegen die E-Mail-Adresse.

Die Papier- und Kartonfabrik Varel nutzt interne Communities: Der mittelständische Betrieb erreicht mit seinem Corporate Podcast hohe Engagement-Raten bei den Mitarbeitenden – durch systematische Bewerbung über das Intranet und direkte Ansprache in Team-Meetings.

Strategie 4: Bezahlte Werbemaßnahmen gezielt einsetzen

Organische Reichweite braucht Zeit. Bezahlte Werbung beschleunigt den Wachstumsprozess, wenn du sie strategisch einsetzt. B2B-Podcast-Reichweite aufzubauen erfordert eine Kombination aus organischen und bezahlten Maßnahmen.

Plattform-spezifische Werbeformate

Spotify Ads: Schalte Audio-Werbung direkt auf Spotify. Du kannst nach Interessen, demografischen Merkmalen und Hörverhalten targetieren.

LinkedIn Ads: Ideal für B2B-Podcasts. Nutze Sponsored Content, um deine besten Episodes zu bewerben. Targetiere nach Jobtitel, Unternehmensgröße, Branche. Besonders effektiv: Video-Ads mit Episode-Clips.

YouTube Ads: Pre-Roll-Ads vor thematisch verwandten Videos. Erstelle 15-30 Sekunden lange Teaser deiner besten Episoden.

Facebook/Instagram Ads: Nutze Custom Audiences, um Website-Besucher*innen erneut anzusprechen. Erstelle Lookalike Audiences basierend auf bestehenden Hörer*innen.

Kritischer Fehler bei Paid Ads: Viele Podcaster schalten Ads für jede neue Episode. Das verbrennt Budget. Effektiver: Bewirb deine 2-3 besten “Evergreen”-Episoden kontinuierlich. Diese haben sich bereits als gut performend erwiesen und sind für neue Hörer*innen ein besserer Einstieg als die aktuelle Episode.

Influencer-Marketing für Podcasts

Identifiziere Influencer*innen oder Expert*innen in deiner Nische:

  • Micro-Influencer (5.000-50.000 Follower) sind oft kostengünstiger und haben engagiertere Communities
  • Prüfe die Authentizität: Passen ihre Werte zu deinem Podcast?
  • Vereinbare klare KPIs: Downloads, Website-Besuche, Newsletter-Anmeldungen
  • Teste mit kleinen Budgets, bevor du größere Summen investierst

Budget-Orientierung für B2B-Podcasts: Plane 500-2.000€ monatlich für Paid Ads ein, wenn du schnelles Wachstum möchtest. Starte mit 20-30% deines Budgets auf LinkedIn, 30-40% auf YouTube, den Rest für Retargeting.

Realitätscheck: Viele Podcaster unterschätzen, wie lange Paid Ads brauchen, um zu optimieren. Die ersten 2-3 Wochen sind Testphase – erwarte nicht sofort positive ROI. Du brauchst mindestens 100-200 Klicks pro Anzeige, um aussagekräftige Daten zu sammeln. Wer nach einer Woche abbricht, verschwendet nur Geld.

ROI-Tracking implementieren

Nutze UTM-Parameter in allen Links, um Traffic-Quellen zu verfolgen. Setze Conversion-Ziele in Google Analytics: Newsletter-Anmeldungen, Episode-Downloads, Kontaktanfragen. BMW trackt systematisch, welche Werbekanäle die höchsten Engagement-Raten bei ihren Podcasts “Changing Lanes” und “Hypnopolis” generieren.

Strategie 5: Zielgruppen-Analyse und Personas entwickeln

Effektive Podcast-Promotion beginnt mit einem klaren Verständnis deiner Zielgruppe. Wer soll deinen Podcast hören? Was sind ihre Bedürfnisse, Herausforderungen und Mediennutzungsgewohnheiten?

Demografie analysieren

Nutze Daten aus deinen bestehenden Kanälen:

  • Spotify for Podcasters: Zeigt Alter, Geschlecht, Standort deiner Hörer*innen
  • Google Analytics: Analysiere Website-Besucher*innen deiner Podcast-Seiten
  • Social Media Insights: LinkedIn, Instagram und YouTube liefern detaillierte Zielgruppen-Daten

Wichtige demografische Faktoren für DACH-Podcasts:

Personas erstellen

Entwickle 2-3 detaillierte Personas für deinen Podcast. Eine gut durchdachte Podcast-Persona hilft dir, Inhalte und Promotion präzise auf deine Zielgruppe auszurichten:

Beispiel B2B-Persona:
Name: Sarah, 38 Jahre
Position: Marketingleiterin, Mittelstand
Herausforderungen: Digitale Transformation, Team-Führung, Budget-Rechtfertigung
Mediennutzung: LinkedIn täglich, Podcasts während Autofahrten (30 Min. Pendelweg), YouTube für Tutorials
Podcast-Bedürfnis: Praxisnahe Strategien, Fallstudien, umsetzbare Tipps
Bevorzugte Episode-Länge: 25-35 Minuten

Typischer Fehler: Viele erstellen Personas basierend auf Wunschdenken (“CEO mit 500.000€ Budget”) statt auf realen Daten. Überprüfe deine Annahmen: Schau in deine Analytics – wer hört tatsächlich zu? Oft ist die echte Zielgruppe eine Ebene unter dem, was du denkst. Marketingleiter*innen statt CMOs. Team Leads statt Geschäftsführer*innen.

Wettbewerbsanalyse durchführen

Analysiere erfolgreiche Podcasts in deiner Nische:

  • Welche Themen behandeln sie?
  • Wie lang sind ihre Episoden?
  • Welchen Ton nutzen sie?
  • Wie bewerben sie ihre Episoden?
  • Welche Content-Formate verwenden sie?

Nutze diese Erkenntnisse nicht zum Kopieren, sondern zur Differenzierung. Was kannst du besser oder anders machen?

Konkret: Abonniere die Top 5 Podcasts in deiner Nische. Achte darauf, wie oft sie posten, welche Clips sie erstellen, welche CTAs sie verwenden. Besonders aufschlussreich: Ihre LinkedIn-Posts zu neuen Episoden. Welche Posts bekommen viel Engagement? Analysiere das Format, die Hook, die erste Zeile. Das sind kostenlose Insights, die dir zeigen, was funktioniert.

Kontinuierliche Optimierung

Höre auf dein Publikum:

  • Werte Hörer*innen-Feedback systematisch aus
  • Analysiere, welche Episoden die höchsten Completion Rates haben
  • Führe Umfragen durch (z.B. via LinkedIn-Polls oder Newsletter)
  • Teste verschiedene Episoden-Formate und -längen

Unterschätztes Werkzeug: Die Completion Rate zeigt dir, wo Leute abspringen. Wenn 70% nach 10 Minuten aussteigen, ist dein Intro zu lang oder die Episode startet zu langsam. Wenn Leute nach 40 Minuten bei einer 50-Minuten-Episode abbrechen, könntest du 10 Minuten kürzen ohne Mehrwert zu verlieren. Diese Daten sind Gold wert – aber die meisten Podcaster schauen nur auf Download-Zahlen.

OTTO nutzt qualitative Befragungen und quantitative Daten, um ihren Podcast kontinuierlich zu optimieren. Das Ergebnis: Der Podcast präsentiert OTTO als modernen, innovativen Arbeitgeber und erreicht gezielt Tech-affine Zielgruppen.

Erfolgsfaktoren für nachhaltiges Podcast-Wachstum

Drei Faktoren entscheiden über langfristigen Erfolg:

1. Konsistenz schlägt Perfektion: Veröffentliche regelmäßig. Wöchentliche oder zweiwöchentliche Episoden funktionieren besser als unregelmäßige Veröffentlichungen. 23% der deutschen Podcast-Hörer*innen konsumieren täglich Inhalte – sie erwarten Verlässlichkeit. Ein durchschnittlicher Podcast, der jeden Donnerstag erscheint, baut mehr Reichweite auf als ein perfekter Podcast mit unvorhersehbarem Rhythmus.

2. Engagement schlägt Produktionswert: Eine hervorragend produzierte Episode, die niemand weiterempfiehlt, bleibt wirkungslos. Eine Episode mit solidem Audio, aber packenden Insights, wird geteilt und in Communities diskutiert. Die Allianz erreicht mit “Versicherungsplauderei” hohe Engagement-Raten, weil komplexe Themen verständlich und unterhaltsam aufbereitet werden – nicht weil sie ein 10.000€ Studio haben. Hörer*innen verzeihen technische Mängel, aber keine langweiligen Inhalte.

3. Geduld ist keine Option, sondern Voraussetzung: Podcast-Wachstum folgt keiner linearen Kurve. Die ersten drei Monate dienen dem Aufbau deines Content-Fundaments, Monate 4-8 der Sichtbarkeit durch Syndication und SEO, ab Monat 9 beschleunigt sich das Wachstum durch Netzwerkeffekte. Wer nach einem Quartal aufgibt, stoppt genau in der Phase, in der organische Reichweite einsetzt. Erfolgreiche Corporate Podcasts planen mit mindestens 20-30 Episoden, bevor sie Reichweiten-Ziele evaluieren – nicht mit 5-10 Episoden.

Häufig gestellte Fragen zur Podcast-Promotion

Wie viel Budget brauche ich für Podcast-Promotion?

Organische Promotion über SEO und Content-Syndication kostet primär Zeit, nicht Geld. Rechne mit 5-12 Stunden pro Woche für Transkripte, Clips und Social Media. Für bezahlte Reichweite plane ein Monatsbudget zwischen 500€ (Test-Phase mit einer Plattform) und 2.000€ (Multi-Channel-Kampagne) ein. Starte jedoch immer mit organischen Methoden in den ersten 3-6 Monaten. So validierst du dein Konzept und verstehst deine Zielgruppe, bevor du Budget investierst. Die Gesamtkosten für Podcast-Produktion und Promotion variieren stark je nach Eigenleistung versus Agentur-Support.

Welche Strategie bringt die schnellsten Ergebnisse?

Paid Ads auf LinkedIn oder YouTube liefern innerhalb von 1-2 Wochen erste messbare Ergebnisse. Allerdings sind diese nur nachhaltig, wenn dein Content überzeugt. Content-Syndication zeigt nach 1-2 Monaten Wirkung durch erhöhte Sichtbarkeit auf Social Media. SEO braucht 3-6 Monate, liefert dann aber die qualitativ besten Hörer*innen mit höchster Retention. Für nachhaltiges Engagement kombiniere alle Strategien: Starte mit SEO als Fundament, ergänze durch Content-Syndication für Reichweite, und teste Paid Ads punktuell für spezifische Kampagnen.

Wie messe ich den Erfolg meiner Promotion-Maßnahmen?

Tracke nicht nur Download-Zahlen, sondern qualitative Metriken. Wichtige KPIs sind Completion Rate (wie viele hören bis zum Ende), Hörer*innen-Wachstum pro Monat, Traffic-Quellen (woher kommen neue Hörer*innen), Newsletter-Anmeldungen und Social Shares. Nutze UTM-Parameter in allen Links, um Traffic-Quellen zu identifizieren. Für B2B-Podcasts sind auch Lead-Generierung (Anfragen, Demo-Buchungen) und Markenwahrnehmung messbar. Setze dir realistische Ziele: 15-25% monatliches Wachstum ist für B2B-Podcasts nachhaltig erreichbar.

Sollte ich jeden Tag auf Social Media posten?

Qualität schlägt Frequenz. Besser 3-4 durchdachte Posts pro Woche als tägliche Füller-Inhalte. Für B2B-Podcasts funktioniert dieser Rhythmus: 1-2 Posts zur neuen Episode (Ankündigung + Key-Insight), 1-2 Evergreen-Posts zu älteren Episoden, 1 Community-Interaktion (Umfrage, Diskussion). Auf Instagram und LinkedIn zählt Konsistenz mehr als Frequenz. Ein fester Rhythmus (z.B. jeden Dienstag und Donnerstag) trainiert deine Community, wann sie Content von dir erwarten kann.

Wie lange dauert es, bis Podcast-Promotion Ergebnisse zeigt?

Die ersten spürbaren Effekte siehst du nach 4-8 Wochen: Google indexiert deine Transkripte, Social-Media-Clips generieren erste Reichweite, Newsletter-Abonnent*innen steigen. Signifikantes Wachstum entsteht jedoch erst nach Quartal 2-3, wenn SEO-Rankings greifen und Netzwerkeffekte einsetzen. Der typische Fehler: Nach 2-3 Monaten aufgeben, obwohl genau dann die Kurve nach oben geht. Vergleiche es mit Content-Marketing – niemand erwartet nach 5 Blogartikeln Top-Rankings. Bei Podcasts gilt dasselbe: Erst ab 15-25 Episoden entsteht genug Content-Masse für messbare organische Sichtbarkeit. Die meisten erfolgreichen B2B-Podcasts haben nach einem Jahr ihre Zielreichweite erreicht, nicht nach einem Quartal.

Fazit: Systematische Promotion ist der Unterschied zwischen 100 und 10.000 Hörer*innen

Die fünf Strategien zur Podcast-Promotion sind keine optionalen Taktiken – sie sind die Grundlage für messbares Wachstum in einem Markt mit über 23 Millionen potenziellen Hörer*innen in Deutschland. Während viele Podcaster nach der Veröffentlichung darauf warten, dass Hörer*innen magisch erscheinen, baust du systematisch Sichtbarkeit auf: SEO schafft langfristige organische Reichweite, Content-Syndication multipliziert deine Touchpoints, Partnerschaften erschließen neue Zielgruppen, Paid Ads beschleunigen Wachstum, und Personas stellen sicher, dass jede Maßnahme die richtigen Menschen erreicht.

Die erfolgreiche Umsetzung folgt einem klaren 12-Monats-Plan: Monate 1-2 legst du das SEO-Fundament mit Website-Seiten, Transkripten und Schema Markup. Monate 3-4 etablierst du Content-Syndication über 5-7 Formate pro Episode. Monate 5-6 baust du Partnerschaften mit 3-5 Gastauftritten auf. Monate 7-8 testest du Paid Ads mit 500-2.000€ Budget und validierst Conversion-Kanäle. Monate 9-12 skalierst du Best Performer und optimierst kontinuierlich basierend auf Analytics. Mit Completion Rates als entscheidendem Qualitäts-Indikator, Newsletter-Open-Rates von 40-49% und realistischen Download-Zielen von einigen hundert bis tausend pro Episode im ersten Jahr schaffst du nachhaltiges Wachstum statt kurzfristiger Spikes.

Professionelle Unterstützung bei deiner Podcast-Promotion

Die systematische Entwicklung einer Promotion-Strategie für deinen B2B-Podcast erfordert strategische Planung, technische Umsetzung und kontinuierliche Optimierung. Von der SEO-Implementierung über Content-Produktion bis zur Paid-Ads-Kampagne – professionelle Unterstützung hilft dir, schneller messbare Ergebnisse zu erreichen und typische Anfängerfehler zu vermeiden.

Promotion-Strategie für deinen Podcast besprechen →

Die wichtigste Erkenntnis: Wähle eine Strategie und setze sie vier Wochen konsequent um, bevor du die nächste hinzufügst. Langsamer, fokussierter Start mit Durchhaltevermögen schlägt hektischen Aktionismus mit Abbruch nach zwei Wochen. Nach 6-12 Monaten systematischer Umsetzung solltest du stabile Wachstumsraten und eine loyale Hörer*innen-Basis erreicht haben – nicht durch Glück oder virale Momente, sondern durch wiederholbare, skalierbare Systeme. Vertiefe deine Strategie mit meinen Artikeln zu Podcast-Launch und Erfolgsmessung – diese helfen dir, deine Promotion-Strategie noch enger mit deiner Content-Produktion und Analytics zu verbinden.